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Friesack 4

Arbeitsberichte zur Bodendenkmalpflege in Brandenburg, Heft 38

Günter Wetzel und Jonas Beran

Friesack 4
Die endmesolithische, neolithische und metallzeitliche Keramik
und die Friesack-Boberger Gruppe


42,40 €
inkl. 7% MwSt.

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Artikel-Nr.: SW10016

Autor: Mit Beiträgen von Bernhard Gramsch und Norbert Benecke
ISBN: 978-3-947219-01-8
Länge: 297cm
Breite: 21cm
Höhe: 17cm
Gewicht: 1250g



Produktbeschreibung

Mit Beiträgen von Bernhard Gramsch und Norbert Benecke

Wünsdorf 2023
293 Seiten, Paperback

Gut bekannt ist allen Steinzeitforschern der Ausnahmefundplatz Friesack in Brandenburg: allerdings bisher nur die Ergebnisse und Funde aus den mesolithischen Schichten – nicht jedoch das jüngere Fundgut, vor allem die Keramik. Nun legt
Günter Wetzel deren wissenschaftliche Bearbeitung vor; als Koautor gewann er den erfahrenen Neolithikumspezialisten
Jonas Beran. Zu den überraschenden Erkenntnissen dürfte gehören, dass nach der im mittleren Atlantikum auslaufenden mesolithischen Besiedlung im späten Atlantikum Jäger-Fischer-Sammler der Ertebölle-Kultur und danach noch „Vorneolithiker“ der am Material dieses Fundplatzes neu definierten Friesack-Boberger Gruppe in Friesack siedelten. Erst nachfolgend wurden bäuerliche neolithische Gruppen ansässig.

Der Entdecker und Erstausgräber des Moorfundplatzes Friesack im Unteren Rhinluch, der Berliner Lehrer Max Schneider, hatte im Zusammenfund von mesolithischen Feuersteinartefakten mit neolithischen Keramikresten noch den Beweis dafür gesehen, dass die im Titel seines 1932 erschienenen Buches so benannten „Urkeramiker“, also Verfertiger ältester Keramik mit bäuerlicher Wirtschaft, hier bereits in älterholozäner/altmesolithischer Zeit gelebt hätten. Diese schon früh kritisch gesehene Deutung erledigte sich, als eine von Schneider angeregte Grabung im Jahre 1940 eine klare Stratigrafie älterholozäner mesolithischer Schichten und späterer, keramikführender Schichten ergab. Die jüngsten Grabungen am Fundplatz Friesack von 1977 bis 1989, 1998 sowie 2000 bis 2001 erbrachten neben überaus reichem mesolithischem Fundmaterial weitere zahlreiche Keramikfunde und ebenso Knochen und Geweih-Artefakte aus den oberen Schichten, die neolithische und noch spätere Bewohner des Platzes hinterlassen haben.

Die neue Materialvorlage wird mit Sicherheit dazu anregen, den spannenden Prozess der Neolithisierung im Binnenland zwischen Elbe und Oder und darüber hinaus neu zu überdenken.


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